Brauchtum / BrauchtumsveranstaltungenBlochziehen in FließAnfang Februar findet in Fließ das traditionelle Blochziehen statt. Spektakuläre Masken, ein spezielles Musikangebot und kulinarische Köstlichkeiten locken, um bei diesem einzigartigen Fasnachtsbrauchtum dabei zu sein. Alle 4 Jahre lädt der Fasnachtsverein Fliess zum traditionellen Blochziehen ein. Es handelt sich dabei um einen Umzug mit verschiedenen Masken, die einen Bloch (Baum) durch das Dorf ziehen. Der Bloch wird begleitet von Hexen, Bären, Waldmenschen, Jägern, Schallner, Holzer, Zigeuner und den Bajazzln. Der Umzug endet beim Schul- und Vereinszentrum Fließ, wo der Bloch vom Bürgermeister versteigert wird. Zum Abschluss wird die Labra verlesen, heiterkritische Bemerkungen zum Dorfleben, die zum Nachdenken und Schmunzeln anregen sollen. Houngga-Fest in ZamsMitte Februar findet alle 3 Jahre in Zams das Houngga-Fest statt. Dann sind die Zammer Cronburg Ritter mit dem Schlachtruf "Houngga, houngga" unterwegs. Unter Böllerschüssen und Fanfarenklängen enthebt Graf Georg I. zu Cronbourg und Gräfin Sonja von der Höhe mit ihrer Ritterschar den amtierenden Gemeinderat seines Amtes und übernehmen die Herrschaft über den Ort. Einen Nachmittag lang herrscht ausgelassene Stimmung, und viele Masken und Faschingswagen bestimmen das Ortsbild. Scheibenschlagen in Vorarlberg und TirolMitte Februar wird in Vorarlberg und in Tirol (z.B. in Fließ) der Brauch des Scheibenschlagens praktiziert. Dabei werden von Feuerwehrleuten glühende Scheiben mit einem Haselstock über ein schanzenartiges Brett in die Dunkelheit der Nacht geschickt.
Dazu werden folgende Worte gesprochen: "Die Scheiba, die Scheiba, die will i iatz treiba! Schmolz in d'r Pfonna, Kiachla in d'r Wonna! Pfluag in d'r Erd, dass die Scheiba weit außi geaht!". Während die Scheibe funkensprühend durch die Luft fliegt, wird ihr ein Name und die Hoffnung nach einem ganzen Jahr Glück mitgegeben. Imster SchemenlaufenDas Schemenlaufen in Imst ist der größte und farbenprächtigste Fasnacht-Event im Alpenraum. Es findet alle vier Jahre statt. Am Sonntag, dem 12. Februar 2012, ist es wieder so weit. Hunderte Masken zelebrieren gruppenweise den Triumph des Frühlings über den Winter.
Zentrale Gestalten des Schauspiels sind Roller und Scheller. Der jugendliche Roller tänzelt während des Gangls dem Scheller mit seinem imposanten Schnurrbart voraus. Für den Roller gilt es, Eleganz und Sprungkraft zu demonstrieren. Der Scheller muss indes sein bis zu 35 Kilogramm schweres Gschall (4 bis 8 handgeschmiedete, an den Hüften befestigte Kuhglocken) in wuchtigen Klang versetzen. Die Ordnungsmasken Sackner, Spritzer und Kübelemajen (wehe, wer ihnen im Wege steht!) ebnen den beiden Hauptmasken den Weg durch die Menschenmenge. Dem Aufzug der beiden vornehmsten Figuren des Schemenlaufens folgt eine Vielzahl weiterer Figuren. Hexen und Hexenmusik, Laggeroller, Laggescheller, Bärenbande, Kaminer, Labarasänger, Vogelhändler heißen die Akteure dieses im Alpenraum einzigartigen Treibens. Dem Zug der in strenger Tradition gestalteten Masken folgen aufwändig gebaute Wägen. Auf diesen Gefährten geht es unter Einbeziehung des Publikums ebenfalls hoch her. Das große Finale findet dann am Stadtplatz statt, wo alle Maske gemeinsam den großen Schlusskroas bilden. Um Punkt 18.00 Uhr – zum "Betläuten" – werden schließlich die Masken abgenommen und nicht mehr wieder aufgesetzt. Am Tag nach dem Schemenlaufen, am Fasnachtsmontag also, ziehen alle TeilnehmerInnen nochmals durch die Stadt; kostümiert, aber ohne Masken – eine etwas ungezügelte Fortsetzung des noblen Treibens vom Vortag. MullerlaufenBeim alle vier Jahre stattfindenden Mullerlaufen in bzw. nahe Innsbruck, hauptsächlich in den Dörfern Mühlau (Stadtteil von Innsbruck), Arzl im Pitztal, Rum bei Innsbruck, Thaur, Absam (MARTHA-Dörfer), lebt eine glitzernde fremde Welt auf – in Gestalt von Hexe, Spiegeltuxer, Melcher, Weiße Zaggeler und Zaggeler. Ihr Spiel auf den Straßen symbolisiert die Austreibung des bösen, grausamen Winters und stellt Fruchtbarkeit und Freude auf den Frühling zur Schau. In Thaur beherrscht von Mitte Jänner bis zum Aschermittwoch das Mullen das Geschehen im Dorf. Das nächste Mullerlaufen wird Anfang / Mitte Februar 2014 stattfinden. OsttirolAlljährlich Anfang Dezember schleichen in Osttirol bei Einbruch der Dunkelheit Gestalten in Teufelsmaske und Zottelfell (die sogenannte Klaubaufe), von Haus zu Haus und werfen den unschuldigen Passanten zu Boden. Etwa 200 dieser Gestalten sind in Matrei in Osttirol unterwegs und begleiten Sankt Nikolaus, während der Lotter und die Litterin zur Musik des Spielmanns tanzen. |
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